Teams & Tools

Freier Austausch von Wissen, das Teilen von Ressourcen und die offene und respektvolle Kommunikation darüber: das sind die Grundlagen der open-source Kultur und der daraus entstandenen Technologien. Diese Seite sammelt open-source Werkzeuge, die ich selbst nutze und teilweise zur Mit-Benutzung anbiete.

dezentral & selber machen

Hier gezeigte Software-Produkte sind gleichwertige Alternativen zu den closed-source Lösungen großer Software Monopole. Die Produkte laufen auf eigener Infrastruktur (Root Server) bei vertrauenswürdigen Hosting-Partnern in Deutschland oder Finnland. Ein Schwerpunkt liegt bei Anwendungen mit Service-orientierter Architektur und mit Schnittstellen zur Daten-Föderation. Der Betrieb in in virtualsierten und „cloud native“ Umgebungen wird bevorzugt. Dafür sind z.B. Docker und LXC Container oder Programmiersprachen wie GOLANG besonders geeignet.

Eine Mit-Nutzung durch regionale Communities und Schulungen sind auf Anfrage möglich. Fragen dazu bitte über Kontakt. Neue Zugangskonten können über Login beantragt werden.

In Arbeit

Software ist immer im Wandel, technische Evolution funktioniert ganz ähnlich wie in der Natur. Daher gibt es eine Liste mit Aufgaben in verschiedenen Stadien der Bearbeitung.

Discourse

Discourse ist eine seit 2013 entwickelte Diskussionsplattform für den Online-Diskurs. Discourse erlaubt Themen-zentrierte Debatten zwischen Menschen mit ähnlichen Interessen und auf Augenhöhe. Discourse macht vieles richtig, was bei den heute dominierenden a-sozialen Medien (u.a. Facebook, Instagram) massiv aus dem Ruder läuft.

Digitaler Diskurs ohne Hassverstärker

Discourse-Debatten grenzen sich von Chats ab durch Themen-Zentrierung, Wiederauffindbarkeit und eine insgesamt langsamere Kommunikation, die das Nachdenken, Reflektieren und Korrigieren erlaubt. Anders als beim Blitzlicht-artigen Ge-Twitter von News- und Medienjunkies stehen schlüssige Argumente, ihre Nachweisbarkeit und die Herleitung im Vordergrund. Nach Bedarf bietet Discourse viele Werkzeuge zur professionellen Moderation, was den Debatten häufiger Tiefgang und Substanz gibt als aggresse Echokammern und visuelle Scheinwelten von Facebook bis Instagram. Weiter Infos gibt es hier https://forum.netzwissen.de/t/willkommen-bei-discourse/7

ownCloud - die Grundlage digitaler Souveränität

ownCloud ist eine File-Sharing Plattform zur Synchronisierung und gemeinsamen Nutzung von Daten, die Team-Arbeit an jedem Ort und auf jedem Gerät unkompliziert macht. ownCloud erlaubt die ausfallsichere Verknüpfung (Föderation) von Informationen über gespeicherte Daten (Meta-Daten) mit  dezentralen Server-Instanzen, ohne dass die Daten selbst in fremde Hände geraten.

Anwender

Zu den Anwendern zählen u.a. das europäische Gross-Forschungszentrum CERN (mit Forschungs-Daten im Petabyte-Bereich, „10 hoch 15“), die Europäische Kommission sowie viele Unternehmen und Forschungs-Einrichtungen wie z.B. der Forschungsverbund Nordrhein-Westfalen (NRW Hochschulcloud SCIEBO). Als „Fork“ von ownCloud abgeleitet ist die speziell in Deutschland populärere Software Nextcloud, die Produkte sind in vielen Kernfunktionen ähnlich bis identisch.

OCIS

Die nächste ownCloud Generation OCIS (ownCloud Infinite Scale) ist der radikale Umstieg auf eine völlig neue micro-service Architektur. Statt PHP wird GOLANG als Programmiersprache benutzt. Dies sind beste Voraussetzungen für Cloud-kompatiblen Betrieb, Integration mit anderen Diensten und beliebige Skalierbarkeit („infinite“). Als Vertriebspartner der ownCloud GmbH Nürnberg unterstütze ich die Weiterentwicklung vor allem durch Tests und technische Dokumentation.

Passbolt
Password Management aus Europa

Passbolt ist ein Passwort-Manager aus Luxemburg, der das Teilen von Zugangsdaten im Team erlaubt. Es ersetzt „Passwort-Zettel“ und andere unsichere Wege, Zugangsdaten zu speichern. Maximale Sicherheit wird durch asymmetrische Verschlüsselung mit OpenPGP und die Integration in die gängigen Browser-Produkte erreicht. Passbolt läuft auf eigenen Servern (on premise).

Jitsi Meet
Videokonferenz ohne ZOOM

Jitsi Meet ist ein Videokonferenz-System, das durch den bulgarischen Informatiker Emil Ivov als open-source Projekt an der Universität Strassburg begründet wurde. Das bulgarische Wort „Jitsi“ („Жици“) bedeutet „Drähte“.

Jitsi Meet entspricht den europäischen Vorgaben für Datensicherheit und Privatsphäre (EU-DSGVO) und wird u.a. in Schleswig-Holstein in der Home-Schooling-Infrastruktur genutzt. Der Konferenzserver https://meet.netzwissen.de läuft in einem deutschen Rechenzentrum in Frankfurt/M und hat einen kontrollierten Anwenderkreis, sodaß ein stabiler Betrieb sichergestellt ist.

Anfragen zur Mit-Nutzung bitte über die Videokonferenz-Seite.

CryptPad

erlaubt das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten auf einem Server und die Synchronisation der Änderungen in Echtzeit. Die Anwendung ist eine Weiterentwicklung des klassischen „Etherpads“, deren Schwerpunkt auf sicherer Verschlüsselung liegt.

Digitale Kollaboration ohne Microsoft

Die digitale Zusammenarbeit erfolgt wahlweise über einen Editier-Link ohne Anmeldung (anonym) oder – nach Selbst-Registreirung – zwischen den persönlichen Zugriffskonten der Teilnehmer. Als Dateiformate kommen html, md (markdown) und andere offene Formate zur Anwendung. Ein „Whiteboard“erlaubt das gemeinsame Zeichnen in Echtzeit, das Ergebnis wird als pdf oder png Datei gespeichert.

Cryptpad wird mit europäischen Forschungsgeldern (BPI France, NLNet Foundation, NGI Trust, Mozilla Open Source Support) von einer offenen Entwicklergruppe um ein Kernteam der französischen Open Source Firma XWiki in Paris entwickelt.  Der Quellcode ist auf github verfügbar. Die Weiterentwicklung wird durch Crowdfunding auf https://opencollective.com/cryptpad unterstützt.

Pixelfed

Pixelfed ist eine open-source Plattform zum Teilen von Fotos. Optisch erinnert es stark an Instagram, wird aber ohne Werbung, unkontrollierten Daten-Abfluss und unabhängig vom Facebook Konzern betrieben. | NOCH IN ARBEIT

Föderation

Pixelfed ist als föderierte Anwendung konzipiert, ähnlich wie ownCloud, Matrix oder Rocket.Chat. Es gibt eine beliebig grosse Anzahl dezentral betriebener Pixelfed Server, die man auch selbst betreiben kann. Die Instanzen kommunizieren miteinander und bilden ein Netzwerk. Dabei werden nicht die Fotos selbst kopiert, sondern nur die Meta-Information darüber. Ein Pixelfed Server zeigt also auch Informationen über Foto-Postings von anderen Instanzen an. Wie bei anderen föderierten Anwendungen hat der Eigentümer der Daten bzw. eines Fotos die volle Kontrolle, wer seine Bilder sieht oder nicht.

DEV/Test

Ein Pixelfed Server wird unter https://pixelfeld.netzwissen.de aufgesetzt und hier verlinkt, sobald er funktioniert.

Keycloak & OpenID Connect

Keycloak Logo

nur einmal anmelden

Keycloak erlaubt die zentrale Anmeldung („single sign-on“) mit den gleichen Zugangsdaten für unterschiedliche Anwendungen. Die Anmeldung über fremde Plattformen („user federation“) ist möglich, ohne daß personen-bezogene Daten mit den Betreibern der Plattformen (z.B. @gmail.com) ausgetauscht werden müssen. Das technische Protokoll für den Anmeldungsablauf ist OpenID Connect (OIDC).

Rocket.Chat

Rocket.Chat ist eine offene Chat Plattform, die primär text-basierte Echtzeit-Kommunikation in beliebig grossen Chat-Räumen erlaubt. Schwerpunkt der Chat-Kommunikation ist der zeit-synchrone Austausch. Damit grenzt sich der Chat klar von asynchronen Medien wie E-Mail oder Diskussionsforen wie Discourse ab.

Föderation

Rocket Chat erlaubt die Verknüpfung mit anderen Chat-Diensten und die Verteilung der Chat-Räume über mehrere Chat-Server /“Föderation“). Dazu zählt auch die Verknüpfung zwischen Rocket.Chat und MATRIX.

ZAMMAD Ticketsystem

Das Ticketsystem ZAMMAD ist das zweite erfolgreiche Projekt nach dem Vorgänger OTRS, das von Martin Edenhofer begründet wurde. ZAMMAD wird als open-source Software in einem kleinen Team in Berlin und international weiter entwickelt.

Web-Zugang zu den @netzwissen.de E-Mail-Konten über Roundcube.

Gitea

ist ein „Code-Repository“, ein Ablagesystem, um Quellcode und andere textuelle Inhalte in strukturierter Form in Repositories zu verwalten. Es ermöglicht das Teilen von Code zwischen beliebig vielen Personen, dabei werden alle Änderungen automatisch und lückenlos dokumentiert.

GitHub selber machen

Der Funktionsumfang ist kommerziellen Systemen wie Github (der mit 190 Millionen Repositories weltweit grösste source code host) oder GitLab sehr ähnlich. Gitea wird allerdings „on premise“ auf einem eigenen Root-Server betreiben. Technische Basis von gitea ist die Programmiersprache GOLANG.

OpenSlides - für digitale Veranstaltungen

OpenSlides ist ein System zur digitalen Organisation von Versammlungen und Konferenzen in Präsenz, rein digital oder in hybrider Form. Es wird von der Intevation GmbH in Osnabrück und von der Open-Source Community entwickelt. | NOCH IN ARBEIT

Open Source und Version 4

OpenSlides umfasst integrierte Lösungen zur Verwaltung von Tagesordnungen, Anträgen, Wahlen, Redelisten, und für das Management der Teilnehmer und ihrer Zugriffsrechte. OpenSlides Server können selbst-gehostet auf eigener Hardware oder fremd-gehostet („Software as a Service“) betrieben werden.

Die kommende Version 4  erlaubt das Management von Gremien und ihren Hierarchien innerhalb einer Organisation. Diese Version ist als Online-Demo verfügbar, das finale Release wird 2022 erwartet.

DEV/Test

Eine OpenSlides Instanz in der Version 3.4 ist unter https://mv.netzwissen.de instaliert, aber noch nicht produktiv. Die Instanz wird ausdrücklich zum Testen für wenige Teilnehmer bereit gestellt. Für den produktiven Betrieb ist ein Deployment auf separater Infrastruktur erforderlich.

Matrix

MATRIX ist ein offenes Kommunikationsprotokoll für Echtzeitkommunikation, landläufig als „Chat“ bezeichnet.

Dezentrale offene Kommunikation

Das Grundkonzept des Matrix Standards nutzt eine beliebige Anzahl miteinander vernetzter, dezentraler „Matrix Homeserver“ und einen föderierten Datenverkehr, wobei die Daten verschlüsselt transportiert und zwischen allen Homeservern repliziert werden, die an einem bestimmten Chat-Raum teilnehmen.

Das offene MATRIX Protokoll erlaubt über „bridges“ ausserdem die Vernüpfung mit anderen Chat-orientierten Diensten wie WhatsApp, Threema, Telegram, Signal usw. Die für Matrix benutzten open-source Software-Produkte wie der Chat-Client ELEMENT  werden u.a. für die Behörden-Kommunikation in Frankreich sowie in Deutschland für die Telematikinsfrastruktur im Gesundheitswesen und als Messenger für den Dienstgebraucht der Bundeswehr genutzt. Auf der Server-Seite wird „Synapse“ als MATRIX Homeserver benutzt. Eine Alternative ist das in GOLANG geschriebene DENDRITE als zweite Generation der Matrix Server. Dendrite ist zur Zeit noch Beta Software.

Homeserver

Auf matrix.netzwissen.de wird die in GOLANG programmierte Software Dendrite als Matrix-Homeserver benutzt. Diese Version ist noch in Entwicklung (Beta-Status) und daher (09/22) noch nicht „feature-complete“ im Vergleich zum klassischen Homeserver Synapse. Daher wird zur Zeit kein stabiler Betrieb garantiert.